Wie hängen Omega-3-Fettsäuren und Cholesterin zusammen?


 

Studien belegen die positive Wirkung von Leinöl auf den Cholesteringehalt im Blut

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind Bestandteil von Biomembranen der Körperzellen. Zu den Omega-3-Fettsäuren zählt unter anderem die Alpha-Linolensäure (ALA), die eine lebensnotwendige Fettsäure darstellt. ALA kann der Körper nicht selbst bilden und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. ALA ist vor allem in pflanzlichen Ölen wie Lein-, Raps- und Walnussöl enthalten. Alpha-Linolensäure unterstützt den Aufbau der Zellmembranen und ist Grundlage für die Fluidität, Flexibilität und Aktivität der Zellmembranen. Gesunde Zellen tragen dazu bei, dass Stoffwechselprozesse optimal ablaufen können. 

Amerikanische Wissenschaftler konnten in einer Studie belegen, dass sich Leinöl positiv auf die Cholesterinwerte auswirkt. Im Rahmen der Studie wurde den Probanden über einen Zeitraum von drei Monaten täglich ein Esslöffel mit Leinöl sowie drei Scheiben Leinsamenbrot gereicht. Bei der abschließenden Kontrolle der Cholesterinwerte konnte festgestellt werden, dass sich die Werte deutlich verbessert hatten: Sowohl der Wert des Gesamtcholesterins als auch der des unerwünschten LDL-Cholesterins waren gesunken.

 Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine weitere medizinische Studie aus dem Jahr 2005. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass durch den Verzehr von mit Alpha-Linolensäure angereicherten Lebensmitteln bereits nach wenigen Wochen eine deutliche Senkung der Gesamt- und LDL-Cholesterinkonzentration im Blut erzielt werden konnte. Fazit: ALA trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.

Cholesterin ist ein Fettmolekül, das eine wichtige Rolle als Bestandteil der Zellwände und als Baustein vieler Hormone spielt. Der größte Teil des Cholesterins wird vom Körper selbst hergestellt, etwa ¼ wird durch die Nahrung aufgenommen. Ist zu viel Cholesterin im Blut, steigt das Risiko für Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und damit für Krankheiten wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Es wird unterschieden zwischen HDL-Cholesterin (wirkt eher schützend) und LDL-Cholesterin (eher Arteriosklerose-fördernd).