Landwirte, Verarbeiter und Verbände diskutieren über die Zukunft des regionalen Anbaus von Ölsaaten 


26. Februar 2021 


Auf der digitalen Konferenz des Anbauverbandes Gäa und der Ölmühle Moog standen praktische Erfahrungen, Forschungsprojekte und aktuelle Herausforderungen im Mittelpunkt. Und die Frage, wie die Wertschätzung der Verbraucher für ökologische Erzeugnisse gesteigert werden kann.

Bio-Landwirtschaft ist die einzig nachhaltige Form der Landwirtschaft – darüber sind sich alle Teilnehmer des achten „Fachtages ökologischer Ölpflanzenanbau“ einig. Bei der Veranstaltung des Anbauverbandes Gäa und der Ölmühle Moog, die coronabedingt erstmals digital stattfand, drehte sich deshalb auch dieses Mal wieder alles um aktuelle Themen des Bio-Ölsaatenanbaus.
Die Teilnehmer aus ganz Deutschland hörten Praxisberichte aus dem ökologischen Mohn- und Rapsanbau sowie Forschungsberichte von Vertretern der Universität Bonn und der Hochschule für Wirtschaft und Technik Dresden. Außerdem standen eine Technik-Schau zur Trocknung und Lagerung von Ölsaaten sowie Zeit für Diskussionen im Programm. 
Zum einen ging es dabei um die Abdrift von chemischen Pestiziden, die Bio-Landwirten Sorgen bereitet und zum Teil dazu führt, dass deren Ernte nicht mehr verkauft werden kann.  Zum anderen ging es um die Wirtschaftlichkeit des Ölsaatenanbaus. Denn der Bio-Landbau wächst und wird u.a. durch die von der EU vorangetriebene Farm-to-Fork-Strategie auch weiterwachsen. Die Wertschätzung und die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für Produkte aus ökologischem Anbau muss es aber auch. Ein aktuelles Beispiel: Nur etwa neun Prozent der in Deutschland verkauften Speiseöle sind Bio. Einig waren sich die Teilnehmer deshalb, dass Transparenz, Informationen und Marketingmaßnahmen immer wichtiger werden. 

Diese sind auch Bestandteil der »INITIATIVE HEIMISCHE BIO-LANDWIRTSCHAFT«. Die wurde 2014 von der Ölmühle Moog gegründet, um faire Preise und Liefersicherheit für die Landwirte, die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus sowie die Stärkung des Bewusstseins für regionale Produkte und deren Preise zu fördern. „Wir wollen unseren Kunden bewusstmachen, dass sie mit dem Kauf eines BIO PLANÈTE-Öles die Welt verändern können“, sagte Judith Moog, Inhaberin der Ölmühle Moog, während der Veranstaltung und kündigte weitere Marketingmaßnahmen für regionale Öle an.

Der nächste „Fachtag ökologischer Ölpflanzenanbau“ ist für Juni 2022 geplant.
 

Landwirt hält Samen in der Hand