Gemeinsam den regionalen Anbau von Ölsaaten stärken

Lommatzsch, 23.06.2020

Der Anbauverband Gäa und die Ölmühle Moog luden Landwirte aus ganz Deutschland ins Kloster Sornzig Marienthal ein – zum Fachsimpeln, Informieren und um über Zukunftsvisionen zu diskutieren.

Für die älteste Bio-Ölmühle Europas und den Anbauverband für Bio-Landwirte ist es ein Selbstverständnis, sich für eine enkeltaugliche Landwirtschaft einzusetzen. Deshalb haben die Ölmühle Moog GmbH und der Gäa e.V. bereits zum siebenten Mal Landwirte und Experten aus ganz Deutschland zum „Fachtag ökologischer Ölpflanzenanbau“ eingeladen. 
 


Ziel der Veranstaltung ist es, über aktuelle Entwicklungen im Ölsaatenanbau zu informieren, den Austausch zwischen Landwirten und Verarbeitern zu intensivieren und den Anbau von Bio-Ölsaaten zu unterstützen. Und natürlich sollen so auch weitere Landwirte für den Bio-Anbau und für die »INITIATIVE HEIMISCHE BIOLANDWIRTSCHAFT« der Ölmühle Moog begeistert werden. Dafür gab es im Kloster Sornzig Marienthal bei Mügeln ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Workshops und Feldbesichtigungen.  

In diesem Jahr standen aktuelle Forschungsprojekte zur Unkrautregulierung im ökologischen Sonnenblumenanbau sowie zur Verbesserung der Eigenschaften von Lein auf der Tagesordnung, an denen in beiden Fällen auch die Ölmühle Moog und das Biohofgut Faller aus Klappendorf beteiligt sind. Zudem diskutierten die Teilnehmer – die Zahl war aufgrund der aktuellen geltenden Hygiene-Regeln in diesem Jahr leider sehr begrenzt – sehr intensiv und zum Teil auch kontrovers, wie der heimische Anbau ökologischer Ölpflanzen gestärkt werden kann, welche Forschungs- beziehungsweise Züchtungsprojekte dafür nötig sind und wie dem Verbraucher verdeutlicht werden kann, dass eine gesunde, zukunftsfähige Landwirtschaft unser aller Lebensgrundlage ist und vor Ort stattfinden muss.
 


Der Anbau von Hanf und Lein – beides Pflanzen, aus denen wunderbare Öle mit hohem Omega-6- beziehungsweise Omega-3-Anteil entstehen – stand bei der Fachtagung im Kloster Sornzig außerdem besonders im Fokus. Welche Sorten sind für welche Verwendung geeignet, welche Maschinen kommen mit den verschiedenen Böden zu recht und wie viel Wasser und Unkrautregulierung sind möglich und nötig – zu all diesen Fragen entspannten sich teils rege Diskussionen, die später auf den Feldern der Gäa-Landwirte Volkmar Herbst und Eckhard Voigt weitergeführt wurden, die beide auch Ölsaaten für die Ölmühle Moog anbauen.

Mit wunderbarem Blick über das 30-Hektar große Leinfeld in der Nähe von Leisnig endete ein interessanter „Fachtag ökologischer Ölpflanzenanbau“– und begannen auch schon die Planungen für den nächsten. Der ist für Anfang 2021 geplant.