BIO PLANÈTE zu dem ÖKO-Test Bericht „Olivenöle“

24. April 2019 

In der ÖKO-TEST Ausgabe 05/2019 veröffentlicht das Magazin seinen Testbericht „Olivenöl“, darunter das BIO PLANÈTE Olivenöl nativ extra aus Portugal. 

Dabei wurde insbesondere die Problematik der Mineralölkohlenwasserstoffe aufgegriffen. Als Bio-Hersteller nehmen wir dieses Thema besonders ernst und arbeiten bereits seit einigen Jahren intensiv an der Erforschung der Ursachen. Daher befürworten wir grundsätzlich die kritische Beleuchtung dieses Themas.

Eine transparente Kommunikation liegt uns am Herzen. In der nachfolgenden Stellungnahme erläutern wir Ihnen daher unseren Standpunkt. Wir möchten Ihnen damit wichtige Informationen zu diesem komplexen Thema an die Hand geben und Ihnen dabei helfen,  die Testergebnisse einzuordnen.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass bei dem durchgeführten Test ausschließlich das Olivenöl nativ extra aus Portugal beurteilt worden ist. Das Testergebnis ist nicht auf die anderen BIO PLANÈTE Olivenöle übertragbar.

Rückfragen beantwortet das BIO-PLANÈTE-Team gern unter kontakt@bioplanete.com

Hintergrundinformationen finden Sie in folgender Stellungnahme an unsere Kunden:

 

Stellungnahme

In dem Testbericht „Olivenöl“ des ÖKO-TEST-Magazins 05/2019 wurde unter anderem unser BIO PLANÈTE Olivenöl nativ extra aus Portugal berücksichtigt. Anhand der Ergebnisse von ÖKO-TEST sehen wir die sehr gute Qualität unseres Olivenöls bestätigt.
Im Gesamturteil wurde unser Produkt jedoch mit „ausreichend“ bewertet. Dabei haben maßgeblich die Ergebnisse zu Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH und MOAH) zu einer Abwertung unseres Produktes geführt, obwohl unser Ergebnis erwiesenermaßen um ca. 20% unter den neuen Orientierungswerten liegt. Daher ist das Gesamturteil ein Ergebnis, das wir nicht akzeptieren.  

Für MOSH/MOAH in Lebensmitteln existieren bislang keine gesetzlichen Grenzwerte, da die toxikologische Bewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) noch nicht abgeschlossen ist und es trotz der heute zur Verfügung stehenden modernsten Analysenmethoden zu Messunsicherheiten von teilweise über 40 % kommt.  

Als Bio-Hersteller ist es für uns besonders von Interesse, den Fokus auf die Qualität von Nahrungsmitteln zu lenken. Unser Ziel ist es, Lebensmittel frei von Schadstoffen oder Rückständen herzustellen. Anders, als von ÖKO-TEST dargestellt, stammen MOSH/MOAH jedoch nicht nur aus Schmierstoffen und Pestiziden. Sie kommen überall in der Umwelt vor. Daher ist ein Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich.

Olivenöl ist allgemein stärker von der Problematik MOSH/MOAH betroffen, als Öle, die aus Saat gewonnen werden, wie beispielweise Rapsöl. Im Gegensatz zum Raps hat die Olive keine Samenschale, die als natürliche Barriere das Fruchtfleisch der Olive vor Umwelteinflüssen schützt.  

Wir arbeiten seit mehreren Jahren gemeinsam mit unseren langjährigen Lieferanten intensiv an der Problematik der Mineralölkohlenwasserstoffe. Aufgrund unserer Recherchen und abgeleiteter Maßnahmen konnten wir den Eintrag von MOSH/MOAH bereits auf ein Minimum reduzieren.  So können wir bestätigten, dass wir mit unserem Olivenöl die aktuell von der amtlichen Lebensmittelüberwachung und dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) veröffentlichten Orientierungswerte zu MOSH/MOAH in Pflanzenölen einhalten. Die Orientierungswerte wurden im März 2019 von allen 16 deutschen Landesbehörden bestätigt.  

Selbstverständlich werden wir unsere branchenübergreifende Arbeit an dieser vielschichtigen Problematik weiterhin fortführen. Warum im Bereich Sensorik ein eher harmonischer Gesamteindruck zu einer Abwertung führt, erschließt sich uns ebenfalls nicht.

Aufgrund unserer sorgfältigen und konsequenten Qualitätsarbeit sind wir von der Qualität unserer Produkte überzeugt und hoffen, dass Sie uns weiterhin Ihr Vertrauen schenken.

 

Zur Stellungnahme als PDF