Der Mann im Mohn

IN THÜRINGEN LEBT BAUER MAROLD SEINE FREUDE AN DER BUNTEN VIELFALT AUS.

Im Thüringer Becken, 30 Kilometer vor Erfurt, liegt der Hof von Dr. Ralf Marold. Seit 1991 betreibt er hier Bio-Landwirtschaft aus Überzeugung und so soll es auch bleiben. Denn Tochter Johanna und Sohn Georg treten in seine Fußstapfen.




»Im Grunde gibt es verschiedene Temperamente bei den Bauern. Die einen sind sehr betriebswirtschaftlich ausgerichtet. Ich gehöre zu der Fraktion, die schöne Pflanzen anbaut. Und schöne Pflanzen gibt es jede Menge.«

- Dr. Ralf Marold -




In der ehemaligen DDR arbeitete der gelernte Diplom-Agraringenieur im Versuchswesen und erfuhr viel über die verheerenden Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln. Nach der Wende erfüllte er sich einen alten Traum, wurde selbstständiger Landwirt und damit Bio-Bauer der ersten Stunde. Das Gut wurde kontinuierlich auf 350 Hektar erweitert. Dabei entdeckte Marold seine Leidenschaft für die pflanzliche Vielfalt der Region: Viele der von ihm angebauten Kulturen haben im Thüringer Becken eine lange Tradition. Doch die hiesigen Landwirte haben irgendwann aufgehört, sie anzubauen aufgrund von Generationswechsel, Zerschlagung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) nach der Wiedervereinigung oder aus ökonomischen Gründen. Er versucht, sie wieder anzusiedeln – nicht immer, aber oft genug mit Erfolg. So gedeihen auf seinem thüringischen Lößboden mittlerweile rund 30 Pflanzensorten. Neben der Produktion von Getreide, Futterpflanzen, Ölfrüchten und Kartoffeln werden auch interessante Sonderkulturen angebaut: Färberdistel, Klette, Schwarzkümmel, Senf, Lein, Speisekümmel, Rettich, Rote Beete, Zwiebeln, Rucola – und Mohn. Auch Tochter Johanna und Sohn Georg begeistern sich für die vielen interessanten Aufgaben eines Bio-Betriebes mit dieser Fruchtvielfalt. Marold Senior ist sich sicher, dass er den Hof irgendwann guten Gewissens an die beiden übergeben kann.



»Früher dachte man bei Bio-Veranstaltungen: Ja, wir sind alle dabei in Rente zu gehen. Aber in den letzten zehn Jahren sind viele junge Leute zur Bio-Szene gekommen. In meinem Fall meine Kinder, wo ich annehme, dass die das vernünftig weitermachen.«


- Dr. Ralf Marold -


Kulturpflanzen aus der Heimat


In Deutschland werden nicht einmal zehn Prozent der Agrarnutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Und schon durch die Konkurrenz mit der subventionierten Biogaserzeugung steigen die Pachtpreise für Ackerland kontinuierlich, sodass es schwer ist, ökologische Landwirtschaft rentabel zu gestalten. BIO PLANÈTE möchte hier einen gegenläufigen Trend einleiten. Mit der Bio-Öl-Serie »Aus unserer Heimat.« erhalten heimische Bio-Bauern faire Abnahmepreise und langfristige Verträge. Und für den Kunden bekommen die Produkte ein Gesicht. Dr. Ralf Marold steuert seinen feinen Mohn zu dieser Serie bei. Dazu greift er auf eine sehr morphinarme Mohnsorte zurück, von denen nur zwei in Deutschland zugelassen sind. Mit circa 40 % Ölgehalt eignet sich diese uralte Kulturpflanze hervorragend für die Ölpressung. »Außerdem«, erklärt Marold und seine Augen leuchten dabei, »ist sie herrlich anzusehen und schmeckt besonders gut z.B. zu Salaten.« 



»Für die Generation unserer Großeltern war das ganz selbstverständlich, dass man Leinöl, Mohnöl und solche Dinge im Haushalt hatte. Ganz toll, dass sich die Ölmühle Moog wieder mit diesen fast vergessenen Pflanzenölen befasst.«


- Dr. Ralf Marold -

Bio-Mohnöl

aus der Serie »Aus unserer Heimat.«

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